• Gartenarchitektur,  Ökologie

    (Thuja-)Hecken – Lust auf eine Veränderung?

    Die Vielfalt der Heckengehölze ist verführerisch.
    Archiv 2020/ank

    Wir lieben Hecken. Sie sind ein wichtiges Gestaltungselement und sie schützen vor Einblicken in den Garten. Dadurch können wir uns auch ausserhalb unserer vier Wänden wohl und geborgen fühlen.

    Thuja ist nebst dem Kirschlorbeer eine der wohl meisten verwendeten Pflanzen für Formhecken. Schnittverträglich, pflegeleicht, immergrün – das waren die Argumente, welche seit den 70er-Jahren für Thuja sprachen. Zu Recht. Einige Jahrzehnte später gibt es aber gute Gründe weshalb es Zeit ist für einen neuen Hecken-Trend:

    1. Die persönliche Lust auf was Neues oder auf eine Veränderung 😉
    2. Thuja hat zunehmend mit den klimatischen Veränderungen in der Schweiz – höhere Temperaturen und längere Trockenphasen – zu kämpfen. Das macht sie anfälliger für Krankheiten und Schädlingsbefall.
    3. Thuja-Hecken sehen zu jeder Jahreszeit gleich grün aus – keine Blüte, keine Frucht, keine Herbstfärbung.
    4. Der ökologische Wert der Thuja-Hecke ist gering – kaum eine Tierart findet in der Thuja-Hecke Nahrung oder Unterschlupf.
    5. Ästhetische Formhecken sind keinesfalls nur mit Thuja möglich.

    Heimische Gehölze wie Hainbuche, Liguster, Hartriegel, Eibe haben optimale Eigenschaften, um eine ansprechende und gepflegte Formhecke zu gestalten. Und wir finden heimische Gehölze haben grosses Potenzial zu den neuen Hecken-Stars aufzustreben:

    1. Schnittverträglich, pflegeleicht, praktisch – das trifft auch auf heimisches Gehölzen zu.
    2. Viele heimische Gehölze wandeln sich mit der Jahreszeit – im Frühling farbige Blüten, im Sommer eine grüne Farbpalette, im Herbst ein einmaliges Farbenspiel, hübsche Beerenschmuck in den Wintermonaten.
    3. Heimische Gehölze haben einen hohen ökologischen Wert – viele Kleintiere und Insekten finden hier das ganze Jahr über Nahrung und Unterschlupf.
    4. Das wiederum belebt ihren Garten und Sie werden in Ihrer Hecke viel zum Beobachten, Lauschen und Bestaunen haben.
    5. Eine Formhecke mit heimischen Gehölzen lässt viel Gestaltungsraum. Einheitlich und schlicht mit einer Gehölzsorte, abwechslungsreich und lebendig mit verschiedenen Gehölzen.

    Haben wir Sie vom neuen Hecken-Trend überzeugt? Wenn ja, finden wir das toll und unterstützen Sie gerne beim Ersetzen Ihrer Thuja-Hecke. Wir beraten Sie bei der Gehölzwahl und Pflege damit die neue Hecke ihren individuellen Bedürfnissen (Höhe, Platzverhältnis, Sichtschutz etc.) nachkommt. Schliesslich sollen Sie sich – wie einst an der Thuja-Hecke – Jahrzehnte an Ihrer neuen Hecke freuen.

    Ihr KelArt-Team 🍃

  • Ökologie,  Pflanzenwelt

    Pflegeleicht, romantisch und wild – die Blumenwiese

    Blumenwiese mit Bienchen. Bern, Wabern / 24. Mai 2020 ak

    Wir lieben Blumenwiesen. Nebst der Schönheit, hat sie etwas Romantisches und Wildes zugleich. Je nach Standort setzt sich die Pflanzenmischung anders zusammen. Die Blumenwiese ist im Gegensatz zum Rasen keine Monokultur, sondern ist extrem Artenreich. Es wachsen beispielsweise Salbei, Esparsetten, Margeriten, Gänseblümchen, Witwenblume, versch. Gräser. Auch die Fauna ist sehr vielfältig vertreten. So finden Käfer, Insekten und Schmetterlinge eine Heimat und vermehren sich. Oft sieht man Blumenwiesen auf dem Land neben Getreide und anderen Kulturen, immer öfters aber auch in den städtischen Gebieten auf Restflächen. Blumenwiesen fördern die Biodiversität.

    Sie haben eine ungenutzte Fläche um Ihr Haus? Wie wäre es mit Ihrer eigenen Blumenwiese?
    Eine Blumenwiese anzulegen ist im Prinzip ganz einfach, die Grundvoraussetzung ist ein magerer und nährstoffarmer Boden.
    Die pflegeleichte Wiese brauchen Sie zwei bis drei Mal im Jahr zu mähen, wobei Heuen gemeint ist. Denn das Gras und die Stauden der Blumenwiese müssen Sie liegen und trocknen lassen, damit die Pflanzen absamen. Ausserdem muss man die Blumenwiese im Gegensatz zum Rasen nicht bewässern und auf keinen Fall Düngen. Je nach Bodenstruktur, Wetter, und weiteren Gegebenheiten, entscheidet die Natur selbst, welche Arten in Flora und Fauna die Umgebung benötigt, um mit der Umwelt im Einklang zu sein.
    Wir lassen uns überraschen.

    Sie möchten mit einer Blumenwiese die Biodiversität fördern?
    Wir unterstützen Sie dabei.
    Ihr KelArt-Team 🍀